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Brig/Sedrun - 05. April 2018

Generalversammlung Matterhorn Gotthard Bahn 2018 – gesteigerte Erträge und Investitionen in die Zukunft

Die weiterhin positive Ertragsentwicklung, die Gründung der Glacier Express AG und die damit einhergehende Neuausrichtung des touristischen Topproduktes sowie die Projekte und Planungen für die Infrastrukturbauten und das Rollmaterial waren zentrale Themen bei der heutigen Generalversammlung der Matterhorn Gotthard Bahn in Sedrun (GR).

2017 übertraf die Matterhorn Gotthard Verkehrs AG mit CHF 115.7 Millionen den Ertrag des Vorjahrs um 4.0%. Im Regionalverkehr wurde ein Ertrag von CHF 51.5 Millionen (+7.9%) erwirtschaftet. Beim Glacier Express erhöhte sich der Ertrag auf CHF 10.6 Millionen (+5.0%). Die Autotransporte erzielten einen Ertrag von CHF 6.0 Millionen (–0.7%) und der Güterverkehr einen Ertrag von CHF 1.8 Millionen (–1.1%). Dank der Ertragssteigerungen erzielt die Matterhorn Gotthard Bahn 2017 einen Gewinn in Höhe von CHF 1.0 Millionen.

Shuttle Täsch–Zermatt entwickelt sich besonders positiv

Zum Erfolg des Regionalverkehrs trug die positive Frequenzentwicklung massgeblich bei. Insgesamt wurden 2017 3.4 Prozent mehr Reisende als im Vorjahr gezählt. Den grössten Zuwachs verzeichnete der Shuttle Täsch–Zermatt, der von rund 1.75 Millionen Gästen genutzt wurde. Das entspricht einer Steigerung um 11.3 Prozent. Auf der Linie Brig–Zermatt erhöhte sich die Anzahl der Gäste um 3.8 Prozent auf 2.2 Millionen, während sie mit 2.3 Millionen auf dem Abschnitt Visp–Disentis nahezu konstant blieb (+0.2 Prozent). Auf ähnlichem Niveau im Vorjahr bewegten sich zudem der Autoverlad (Ertrag: -0.7% auf CHF 6.0 Millionen, Frequenzen: unverändert 228‘000) und der Güterverkehr (Ertrag: unverändert CHF 1.8 Millionen, Transportvolumen: +1.9% auf 43‘000 Tonnen).

Gründung Glacier Express AG und Neuausrichtung

Zur Neupositionierung des touristischen Topproduktes haben die Matterhorn Gotthard Bahn und die Rhätische Bahn im August 2017 die Glacier Express AG mit Sitz in Andermatt gegründet. Damit wird die Organisation und Verantwortung für den Glacier Express in einer eigenständigen Gesellschaft zusammengelegt. Diese hat ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 die operative Führung der Kommunikation sowie des Produktmanagements übernommen. Der Betrieb der Glacier Express-Züge und die Marktbearbeitung erfolgen weiterhin bei den beiden Mutterhäusern. Ziel ist es, den Glacier Express einheitlich am Markt zu positionieren und auf digitale Herausforderungen auszurichten. Mit der Einführung neuer Kurzstreckenangebote zwischen Chur und Brig 2017 und der Erneuerung der Panoramawagen bis 2020 wurden bereits erste Massnahmen umgesetzt, die Tagesausflüge mit dem Glacier Express noch attraktiver machen. Zukünftig wird der Glacier Express noch stärker auf die Erlebnisinszenierung ausgerichtet. So ist ab Dezember 2018 eine zusätzliche Excellence-Klasse mit je einem Wagen pro Richtung auf der Gesamtstrecke St. Moritz–Zermatt vorgesehen. In der Marktbearbeitung wird eine weitere Verschiebung zu digitalen Informations- und Buchungskanälen angestrebt.

STEP (strategisches Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur) und Flottenstrategie 2030

Im Rahmen des Ausbauschritts STEP 2025 (strategisches Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur) wurden 2017 der Neubau der Kreuzungsstellen Sefinot und Schwidernen im Mattertal sowie die Verlängerung der Kreuzungsstelle Lax im Goms abgeschlossen. Insgesamt wurden 2017 CHF 76.4 Millionen in die Infrastruktur investiert. Zudem wurde im vergangenen die Planung des Ausbauschritts 2030/35 vorangetrieben. Dieser sieht die Einführung des Viertelstundentaktes Täsch–Zermatt bei gleichzeitigem, exaktem Halbstundentakt im Mattertal vor. Für diesen Angebotsausbau wird eine neue Tunnellösung zwischen Täsch und Zermatt evaluiert. Ferner verabschiedete der Verwaltungsrat die Flottenstrategie 2030. Sie zeigt den Erneuerungsbedarf des Rollmaterials bis im Jahr 2030 und das optimale Fahrzeugkonzept auf. Im Vordergrund steht eine Einheitsflotte von 3-teiligen Triebzügen.

Ausblick

Die hohe Qualität und Zuverlässigkeit des bestehenden Angebots werden zusammen mit den laufenden Optimierungen der Mobilitätsleistungen und den umfangreichen Marketingaktivitäten dafür sorgen, dass die Frequenzen im Regionalverkehr weiter zunehmen. Auch die weltweit wachsende Nachfrage nach touristischen Erlebnisreisen dürfte das Geschäftsfeld Mobilität positiv beeinflussen.

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