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Brig - 05. April 2017

Generalversammlung Matterhorn Gotthard Bahn – Regionalverkehr und Infrastrukturausbau im Fokus

Die positive Ertragsentwicklung, die Stabilisierung des Halbstundentaktes und der fortwährende Ausbau der Bahninfrastruktur waren wichtige Themen der diesjährigen Generalversammlung der Matterhorn Gotthard Bahn in Visp. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrates zu, zu denen auch ein Wechsel im Verwaltungsrat gehörte.

2016 übertraf die Matterhorn Gotthard Verkehrs AG mit CHF 111.3 Millionen (+2.0%, inklusive Abgeltungen) erneut den Vorjahrsertrag. Im Regionalverkehr wurde ein Ertrag von CHF 47.7 Millionen (+1.1%) erzielt, der Glacier Express erwirtschafte CHF 10.1 Millionen, (+1.2%), beim Autoverlad erhöhten sich die Einnahmen auf CHF 6.1 Millionen (+10.8%) und beim Güterverkehr auf CHF 1.8 Millionen. (+0.5%).

Die deutliche Zunahme der Frequenzen des Autoverlads Furka (+9.1%) sind einerseits auf die beiden negativen Vorjahreseffekte – die Schliessung der Strasse durch die Schöllenen im Juni 2015 und den sehr frühen Ostertermin – zurückzuführen, andererseits war ein deutlicher Zuwachs in den Sommermonaten zu verzeichnen. 2016 wurden gesamthaft 226`000 Fahrzeuge durch den Furkatunnel transportiert. Einen Rekord stellte der März mit über 28`000 Fahrzeugtransporten dar.

Zuverlässiger Halbstundentakt zwischen Zermatt und Fiesch
Die Einführung des Halbstundentaktes zwischen Zermatt und Fiesch im Dezember 2014 war ein Meilenstein in der Geschichte der Matterhorn Gotthard Bahn. Mit den zusätzlichen Kapazitäten kann die deutlich gestiegene Nachfrage in Folge der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels bedient werden. Dank fortwährender Optimierungsmassnahmen läuft der Halbstundentakt zuverlässig. Weitere Massnahmen zur dauerhaften Stabilisierung sind in Planung oder bereits in der Umsetzung.

Vorreiterrolle beim «STEP»-Programm des Bundes
Für einen reibungslosen und zuverlässigen Betrieb ist eine entsprechend gut ausgebaute Infrastruktur unerlässlich. Hierbei nimmt die Matterhorn Gotthard Bahn eine Vorreiterrolle ein. Mit der Fertigstellung der neuen Kreuzungsstelle Sefinot im Vispertal wird die MGBahn im Herbst 2017 schweizweit das erste der insgesamt 60 Projekte innerhalb des Strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur (STEP) des Bundes abschliessen können. Darüber hinaus sind eine weitere Kreuzungsstelle bei St. Niklaus im Mattertal im Bau und der doppelspurige Ausbau des Herdtunnels kurz vor Zermatt in Planung. Die zusätzlichen Kreuzungsstellen werden im weitgehend einspurigen Streckennetz für ein deutliches Plus bei der operativen Stabilität sorgen und bieten Chancen, das bestehende Angebot kundengerecht weiter auszubauen.

Investitionen von über CHF 86 Millionen in die Infrastruktur
Neben den Ausbauten hat die Matterhorn Gotthard Bahn im vergangenen Jahr umfangreich in die bestehende Infrastruktur investiert. So wurden unter anderem die Station Stalden und Ulrichen saniert und umgebaut. Auf dem Nätschen wurde im Mai 2016 mit dem Neubau des Bahnhofs begonnen. Diese wird künftig  in unmittelbarer Nähe der Mittelstation der neuen Gondelbahn Andermatt–Nätschen–Gütsch liegen. Auch die Planungen der neuen Bahnhöfe und Brig sowie des öV-Drehkreuzes in Fiesch konnten 2016 weiter vorangetrieben werden. Zudem wurden zahlreiche Sanierungsmassnahmen entlang der Strecke durchgeführt, Insgesamt investierte die Matterhorn Gotthard Bahn 2016 CHF 86.2 Millionen in die Infrastruktur.

Markus Geyer neues Mitglied des Verwaltungsrats
Bei der Generalversammlung wurde den Anträgen des Verwaltungsrats zum Jahresbericht, der Verwendung des Bilanzgewinns sowie zur Entlastung des Verwaltungsrats zugestimmt. Zudem wurden die  bestehenden Verwaltungsräte Viola Amherd, Isidor Baumann, Fernando Lehner, Balthasar Meier, Hans-Rudolf Mooser und Jean-Pierre Schmid für die Amtsdauer von einem Jahr wiedergewählt. Als neues Mitglied wurde Markus Geyer bestimmt. Er übernimmt die Position von Peter Scheidegger, der aus Altersgründen aus dem Amt zurücktritt. Der Verwaltungsrat dankte Scheidegger für sein grosses Engagement und seinen Einsatz für die MGBahn. Er war seit 2006 Mitglied des Gremiums.  Als Revisionsstelle für 2017 ist die KMPG AG in Gümligen bestätigt worden.

Ausblick
Der Regionalverkehr wird auch im laufenden Jahr von einer soliden Nachfrage nach hochstehenden Dienst- und Transportleistungen profitieren. Die intensivierten Akquisitionsaktivitäten auf internationalen Märkten dürften sich auf die Frequenzen und die Umsatzzahlen positiv auswirken.

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