BVZ Holding AG
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Investitionen in die Zukunft

Wie die Erfolgs­geschichte der BVZ-Gruppe lang­fristig fort­geschrieben wird, hängt ent­scheidend von der Inves­titions­bereit­schaft und -fähigkeit ab. Für den Zeitraum 2026 bis 2032 liegen die ge­schätzten Projekt­kosten bei rund CHF 470 Mio. Davon entfallen etwa CHF 170 Mio. auf die privaten, divi­denden­berech­tigten Bereiche der Gruppe.

Von den CHF 170 Mio., die im privaten Bereich für die Jahre 2026 bis 2032 ein­gestellt sind, bean­spruchen die Infra­struktur der Gorner­grat Bahn (GGB) und hierbei ins­besondere die Er­neuerung der Kunst­bauten und der Fahr­bahn sowie die Weiter­entwick­lung der Poly­werkstatt Zermatt rund CHF 70 Mio. Mehr als CHF 20 Mio. sind für Investi­tionen ins Roll­material der GGB vorgesehen. Alle Projekte dienen einser­seits der Qualitäts­sicherung und anderer­seits der Steigerung der Kunden­zufrieden­heit. Mit dem Ziel, die Attrak­tivität im um­kämpften inter­natio­nalen Tourismus­markt weiter zu steigern, evaluiert die BVZ-Gruppe zudem verschie­dene wert­generie­rende Projekte für den Gornergrat. Dabei steht die Weiter­entwicklung der Insze­nierung des Premium-Natur­erlebnis­bergs im Fokus, wie das in der Vergan­genheit bereits bei der inter­aktiven Erlebnis­welt Zooom the Matterhorn, dem Alpingarten oder der NostalChic Class gelungen ist.

Im Geschäfts­feld Immo­bilien wird in den nächsten sechs Jahren mit Investi­tionen von mindestens CHF 20 Mio. gerechnet, u.a. um das Port­folio der Rendite­liegen­schaften am Bahnhof in Andermatt zu erweitern und zu moder­nisieren (s. dazu «Andermatt Central»). Weitere Immobilien­projekte, bspw. in Brig, sind in der Abklärungs­phase und könnten Investi­tionen von um die CHF 50 Mio. auslösen.

Weiter­entwicklung der Poly­werkstatt Zermatt

In der Poly­werkstatt Zermatt kümmern sich unsere Profis um die Instand­haltung und Repa­raturen des Roll­materials sowie weiterer Kompo­nenten, die für einen reibungs­losen und sicheren Bahn­betrieb nötig sind. Welche Infra­struktur braucht es, damit diese Leistun­gen auch in Zukunft effizient, kompetent und nach­haltig erbracht werden können? Die Antwort ist ein Projekt, das in den nächsten zehn Jahren schritt­weise realisiert werden soll. Zu den Mass­nahmen gehören sowohl die Sanierung und Moder­nisierung des Bestands als auch der Abbruch und Neubau der Halle bei Gleis 6–7. Im Ober­geschoss wird der beste­hende Wohn­raum renoviert. Nach derzei­tigem Planungs­stand ist mit einer Investition von CHF 35 Mio. zu rechnen.

Erneu­erungen im GGB-Bahnhof Zermatt und bei der Station Gornergrat

Im Bahnhof Zermatt der GGB wird von 2027 bis 2032 die gesamte Gleis­anlage ein­schliess­lich der Weichen erneuert. Auch die Stütz­mauern müssen saniert werden. Umfang­reiche Mass­nahmen sind bei der Station Gornergrat geplant. Sie um­fassen insbeson­dere die Substanz­erhaltung der Fahrbahn und den Ersatz der Kabel­schächte, Kabel­kanäle und Leitungen für die Bahn­strom­anlagen, die Nieder­spannung- und Telekom­anlagen und die Sicherungs­anlage. Die Gleis­geometrie wird angepasst, um die Kompa­tibilität der neuen POLARIS-Fahrzeuge zu gewährleisten. Nach dem Abschluss der für 2028 bis 2031 vorgesehenen Arbeiten wird sich der Personen­fluss im Stations­bereich optimieren und die Station Gornergrat den Vorgaben des Behinderten­gleich­stellungs­gesetzes entsprechen.

Sanierungs­arbeiten beim Riffelberg

Die Riffel­bord­galerie wird von 2027 bis 2030 weiter um­fassend auf den neuesten Stand gestellt. Zu den erforder­lichen Mass­nahmen gehören die Sanierung der berg­seitigen Mauer­werkspfeiler und der tal­seitigen Stahl­stützen sowie eine An­passung der Fahr­leitungs­führung.

In den Jahren 2029 bis 2032 wird der Strecken­bereich zwischen Riffel­berg und Roten­boden moder­nisiert. Schwer­punkte des Programms bilden der Ersatz der Fahr­bahn (Schienen, Schotter, Schwellen, Ersatz-Unterbau) und die Anpassung der Fahr­leitung an die veränderte Gleis­geometrie.

Neues Leben für die 130-jährige Findel­bachbrücke

Nach aktuellem Planungs­stand wird bis spätes­tens 2031 die Findelbach­brücke erneuert. Sie wird sich kaum von ihrem histo­rischen Original aus dem Jahr 1897 unter­scheiden und ist ein Bauwerk, das die Ingenieurs­kunst in hoch­alpinen Regionen sehr gut veran­schaulicht. In enger Ab­stimmung mit der Denkmal­pflege werden die Pfeiler, Widerlager und die Stahl­konstruktion instand­gesetzt, während die Fahr­bahn mit neuen Schienen und Schwellen aus­gestattet wird. Die Planung soll 2027 beginnen. Der Start der Arbeiten ist für 2029 terminiert.

Refit der Doppel­triebwagen der Gornergrat Bahn

Die vier Doppel­triebwagen Bhe 4/8 3081-3084 der Gorner­grat Bahn sind seit 2006 in Betrieb. Die Strom­richter nähern sich dem Ende ihrer Lebens­zeit. Instand­setzungen werden immer schwieriger, weil Ersatz­teile nur noch bedingt oder gar nicht mehr zu beschaffen sind. Die Leit­technik ist obsolet; Repara­turen sind nur noch bis 2028 möglich. Um einen weiteren zuverlässigen Betrieb sicher­zustellen, werden die Trieb­wagen in den nächsten Jahren einer all­gemeinen Revision unterzogen.

Investi­tionen im öffen­tlichen Bereich über CHF 300 Mio.

Die Matterhorn Gotthard Bahn wird in der Periode 2026–2032 Projekte im Umfang von mehr als CHF 300 Mio. umsetzen. Grösste Posten sind die zweite Etappe bei der Beschaffung der neuen ORION-Triebzüge (25 Triebzüge), die teilweise fremd­finanziert werden. Die Fremd­finanzierung wiederum ist durch eine Solidar­bürgschaft des Bundes abgesichert. Darüber hinaus sind umfang­reiche Investi­tionen für den Service Public rund um Ander­matt geplant. Diese be­inhalten den Neubau des Bahnhofes, ein neues Interventions- und Service­zentrum sowie eine neue Einstell­halle in Hospental. Weitere gut CHF 40 Mio. entfallen auf Investi­tionen in Verlade­wagen und Rampen für den Autozug am Furka sowie der Erneu­erung des Niederflur-Panoramatriebzugs Komet 1. Einen wesen­tlichen Teil ihrer Liqui­dität muss die BVZ-Gruppe also vorhalten, um die im Rahmen der Public-Private-Partnership definierten Dienst­leistungen für den öffentlichen Verkehr zu erbringen. Die mit dem öffen­tlichen Verkehr erwirtschaf­teten flüssigen Mittel dürfen nicht ausge­schüttet werden.

Der geplante Mattertal Tunnel , der nach derzeitigem Planungs­stand Investi­tionen von CHF 464 Mio. erfordert, ist Bestand­teil des Ausbau­programms Verkehr ’45 des Bundes­amtes für Verkehr und wird vorbe­haltlich der Projekt­bewilligung mit öffentlichen Geldern finanziert, welche die Liquidität der BVZ-Gruppe nicht belasten.